Elisabeth von Thüringen

Eine Frau geht ihren Weg

Ein Musical von Michael Koller und Kornelia Langmann, Idee: Dominik Eiche

Die gesamten Rechte liegen bei den Autoren. Falls sie  dieses Stück für eine eigene Aufführung interessiert, können sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen.

  • Entwicklung von der Uraufführung (nach ca. 3 Monaten Probezeit) zum ausgereiften Stück
  • Von 2002-2007 * 23 Aufführungen * über 10.000 Euro Spendeneinnahmen für soziale Einrichtungen
  • Viele bewegende Momente und Begegnungen
  • Mitwirkende: Vox-C. mit Gastmusikern und Projektchor

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Die Idee...

Die Einweihung des neuen Gemeindehauses der kath. Kirchengemeinde in Straubenhardt-Schwann ist kaum vorbei, da führt eine Laiengruppe ein Musical auf, das der Namenspatronin des neuen Zentrums und des daneben stehenden Kinderhauses, der hl. Elisabeth, gewidmet ist.

Dominik Eiche hatte die Idee, anlässlich der Namensgebung des Gemeindehauses ein musikalisches Gemeindeprojekt zu starten.
Zunächst wurde nach einem bekannten Libretto geschaut, welches es schon gab, bis eine ganz neue Idee entstand:
Zusammen mit Michael Koller, Kornelia Langmann und den Musikern von Vox C. - einer Gruppe der kath. Kirchengemeinde Neuenbürg-Birkenfeld, die sich vor allem mit neuen geistlichen Liedern im Gottesdienst befasst, ist aus der Idee ein Musical entstanden.

Die Texte und die Musik schrieben Kornelia Langmann und Michael Koller. Ein Projektchor wurde gegründet und zusätzliche Musiker gesucht.

Ein Ritter aus dem 13. Jahrhundert wird ins Jahr 2002 versetzt und erklärt, ergänzt und korrigiert immer wieder, was die Legende aus der  Frau gemacht hat, die schon als Kind verheiratet wurde, jedoch nicht den höfischen Erwartungen entsprach, sondern ihren eigenen Weg ging. Teils mit melodiösen Vorträgen, teils mit Rap-artigen Sologesängen und entsprechenden Refrains des Chores wird das Leben der hl. Elisabeth immer plastischer dargestellt. Zuletzt entsteht der Eindruck, dass es sich bei dieser Heiligen nicht um eine verstaubte Figur des Mittelalters handelt, sondern um eine auch heute noch zu bewundernde christliche Persönlichkeit, die ihren Weg ging.

Den Autoren und den Aufführenden geht es darum, den heutigen Zeitgenossen das Leben einer Frau vorzustellen, deren Lebensauffassung  keinesfalls auf das Mittelalter beschränkt blieb, sondern auch heute wieder Modellcharakter hat, auch wenn sich die Zeiten geändert haben. 

Uraufführung: 20. und 21. April 2002 vor über 300 Besucher im neuen Gemeindezentrum St Elisabeth in Schwann.

Weitere 21 Aufführungen folgen. Mehr Infos auf der Elisabeth-Homepage.


Elisabeth 1207-1231
(hebr.: die Gott verehrt, Gott ist die Vollkommenheit)

 

Elisabeth von Thüringen wird 1207 auf der Burg Saros-Patak in Ungarn geboren. Sie ist die Tochter des Ungarnkönigs Andreas II. und seiner ersten Gemahlin Gertrud von Andechs. Bereits mit einem Jahr wird sie dem achtjährigen Sohn des Landgrafen von Thüringen, Hermann II. versprochen. Mit vier Jahren feiert man ihre Verlobung. Die zukünftigen Schwiegereltern nehmen das Kind zur Erziehung zu sich nach Thüringen.

Elisabeth ist ein ungewöhnlich aufgewecktes Kind. Die strengen Regeln am Hof sind ihr zu eng und sie umgeht sie gerne. Sie freundet sich mit ihren Dienerinnen an und kümmert sich schon bald regelmäßig um Bettler, die vor der Burg lagern. Fröhlich, burschikos und doch auch ernst wird sie beschrieben. Ihr Verlobter Hermann II. stirbt und die Zukunft Elisabeths ist sehr ungewiss. Doch Ludwig, der zweitälteste Sohn des Landgrafen, findet in Elisabeth seine große Liebe, die von ihr erwidert wird.

 

Elisabeth ist 13 Jahre alt, als sie verheiratet werden. Es wird eine glückliche Ehe, aus der drei Kinder hervorgehen. Mit wachsender Aufmerksamkeit beobachtet Elisabeth den krassen Unterschied zwischen dem Überfluss  und der Verschwendung auf der Burg und der Armut, die im Lande beim einfachen Volk herrscht. Es soll ihr künftiges, wenn auch kurzes Leben prägen. Gläubig erzogen, setzt sie um, was ihr gelehrt wurde. Dafür nimmt sie zahlreiche Entbehrungen in Kauf.  Sie bricht alte Strukturen auf und lebt ihre eigene Überzeugungen: zielstrebig, unbeirrbar, aber auch fröhlich. Ihr Vorbild war Franz v. Assisi mit seiner Lehre von der befreienden Besitzlosigkeit. Elisabeth arbeitet als Pflegerin der Ärmsten und Elendesten im von ihr gegründeten Hospital. Nach 3 Jahren harter Arbeit  sind ihre Kräfte aufgebraucht. Bereits mit 24 Jahren, am 17.11.1231, stirbt Elisabeth und wird in der Kapelle des Hospitals, in Marburg beigesetzt. 
Noch 800 Jahre später wird man von ihr sprechen.